Politisches Engagement

Neben mein­er großen Schwäche für das Schreiben habe ich mich immer wieder auch poli­tisch betätigt. Dies stellte jedoch immer eher eine Freizeitak­tiv­ität dar. Ich streb(t)e keine poli­tis­che Kar­riere an.

Organisation einer Demo gegen Gewalt

Rund 700 Jugendliche nah­men an der „Demo gegen Gewalt“ teil, die vom Ver­band poli­tis­ch­er Jugend organ­isiert wurde. Am rund einen Kilo­me­ter lan­gen Zug nah­men auch promi­nente Poli­tik­erIn­nen teil. Ich über­nahm im Alter von 17 Jahren die Koor­di­na­tion der vier Arbeits­grup­pen und die PR in den Medi­en.

European Youth Gathering in Paris

Im Jahre 1999 ini­ti­ierte die Europäis­che Union den Weißbuch­prozess zum The­ma „Jugend­beteili­gung“. Sowohl bei der deutschen Kon­ferenz in Berlin als auch bei der europäis­chen Kon­ferenz in Paris ging es darum, Ideen für mehr poli­tis­che Beteili­gung zu for­mulieren. „Selb­st­bes­timmt statt fremdbe­spaßt“ war unser Mot­to.

Mir ermöglichte dies einen frühen Ein­blick in prak­tis­che Poli­tikvorgänge und stärk­te meine Rhetorik.

Mitorganisation des internationalen Studierendenfestivals Gristuf

Im Mai 2006 leit­ete ich den Work­shop „Press Free­dom in Europe“ im Rah­men des Greif­swalder Studieren­den­fes­ti­vals „Project: U‑Rope“. Eine Woche lang kam ich in inten­siv­en, per­sön­lichen Kon­takt mit vie­len Men­schen mit ver­schiede­nen kul­turellen Hin­ter­grün­den. Das gesamte Fes­ti­val war in englis­ch­er Sprache.

Die Gründung der Apfelfront in MV

Noch vor der Land­tagswahl in MV 2006 startete ich den Auf­bau des „Gau MV“ der Front Deutsch­er Äpfel. Diese Straßen­satire nimmt alle recht­sex­tremen Erschei­n­ungs­for­men aufs Korn – in MV allen voran die NPD.

Über zwei Jahre leit­ete ich diese Gruppe und lernte viel über poli­tis­ches Engage­ment für mehr demokratis­ches Ver­ständ­nis.

Erfolge in der Hochschulpolitik

Große Unzufrieden­heit trieb mich Anfang 2008 in das Studieren­den­par­la­ment (Stu­Pa). Mit einem pro­voka­tiv­en Wahlkampf und dem „Stu­Pa-Info-Blog“ gewann ich bei mein­er ersten Wahl direkt die meis­ten Stim­men. Aufmerk­samkeit und Wahlbeteili­gung nah­men tat­säch­lich zu.

Später zog ich auch in den Sen­at, das höch­ste Gremi­um der Uni­ver­sität, ein. Mein Wirken für mehr Trans­parenz sorgte schon bei eini­gen aktuellen Twit­ter-Nachricht­en aus der – wohlge­merkt – „öffentlichen Sitzung“ für Empörung.

Engagement gegen den rassistischen Namenspatron der Uni Greifswald

In ein­er ein­jähri­gen Kam­pagne von Juni 2009 bis März 2010 engagierte sich ein bre­ites Bünd­nis aus Stu­dentIn­nen an der Uni­ver­sität Greif­swald gegen den ras­sis­tis­chen und anti­semi­tis­chen Namenspa­tron „Ernst Moritz Arndt“.

Ich war als Sprech­er und Pro­jek­tko­or­di­na­tor der Ini­tia­tive aktiv und leis­tete u. a. umfan­gre­iche Medi­en­ar­beit. Dadurch geri­et ich jedoch bald selb­st ins Kreuzfeuer der oft, aber nicht nur, aus dem recht­sna­tionalen bis recht­sex­tremen Lager stam­menden Arndt-Befür­worter.

Eine knappe Mehrheit im Sen­at lehnte die Able­gung des Namens schließlich ab. Erst 2018 wurde die Uni­ver­sität umbe­nan­nt.

Wahlkampf für die Piratenpartei und Landesvorsitzender in MV

In der Piraten­partei engagierte ich mich seit der Europawahl 2009. Ich war im Wahlkampf aktiv und wurde Ende 2009 zum Vor­sitzen­den des Lan­desvor­stands gewählt.

Mit 4,2 % der Stim­men kon­nten wir bei der Bun­destagswahl eines der lan­desweit besten Ergeb­nisse ein­fahren. Von meinem Amt trat ich zu meinem eige­nen Bedauern später wieder zurück, da ich Anfang 2010 nach Berlin umzog.

Im Som­mer 2014 trat ich aus der Piraten­partei aus, da sie sich weit von ihren ursprünglichen Zie­len – Liq­uid Democ­ra­cy / Sol­i­dar­ität – ent­fer­nt hat­te.

Politik auf Twitter seit 2009

Seit etwa 2009 twit­terte ich sehr aktiv zu poli­tis­chen The­men. Dazu zählen:

  • Par­tizipa­tion & Demokratie
  • Energiewende & Kon­sumwahnsinn
  • Urhe­ber­recht & Medi­en­wan­del
  • Tech­nolo­gierev­o­lu­tion & ihre Fol­gen
  • Inter­net­zen­sur & ‑kon­trolle
  • Kor­rup­tion, Betrug, Macht­miss­brauch
  • Finanz‑, Speku­la­tions- & Währungskrisen