Schreiben und Journalismus

Als rot­er Faden zieht sich das Schreiben durch mein Leben. Von der ersten Stunde an inter­essierte ich mich dabei für gesellschaftliche Missstände.

Schülerzeit

1997: Wandzeitung „DER DISSIDENT“

Noch im jun­gen Alter von 15 Jahren veröf­fentlichte ich meine ersten Artikel. Zu dem Zweck habe ich eine Art Wandzeitung gestal­tet, die zunächst im Klassen­z­im­mer, später in der ganzen Schule aush­ing. Später gab es eine dig­i­tale Form als E‑Mail-Verteil­er – Blogs waren noch nicht „erfun­den“.

1998: Gründung der Schülerzeitung „Vox Nostra“

Ende 1999 rief ich die Vox Nos­tra (lat. „Unsere Stimme“) ins Leben. Als Chefredak­teur legte ich die Schw­er­punk­te auf mod­ernes Design und leser­na­he Artikel: von Schü­lerIn­nen für Schü­lerIn­nen.

Durch hohe Anzeigenein­nah­men kon­nten Spe­cials, wie zum Beispiel ein voll­far­biges Heft und ein „Lehrer-Karten­spiel“, real­isiert wer­den. Die Schülerzeitung gewann einen Wet­tbe­werb des Schleswig-Hol­steinis­chen Zeitungsver­lags (SH:Z).

2000: Freier Redakteur im SH:Z Verlag

Nach einem Prak­tikum bei der Nord­deutschen Rund­schau im Som­mer 2000 wurde ich als Freier Mitar­beit­er in die Redak­tion aufgenom­men und arbeit­ete dort ca. ein Jahr weit­er.

2000: Gründung des Online-Portals LanWorld.de

Mit bis zu 500 BesucherIn­nen und 15.000 Aufrufen täglich war LanWorld.de zwis­chen den Jahren 2000 und 2002 eines der beliebtesten Online-Por­tale für die junge LAN-Par­ty-Szene in Schleswig-Hol­stein.

Sie ent­stand eher als Neben­pro­jekt der gle­ich­nami­gen von mir organ­isierten LAN-Par­ty. Die Seite bot ein redak­tionell bear­beit­etes Nachricht­en­sys­tem mit täglichen News, Reviews, Inter­views, Bildern und Videos von LAN-Par­tys aus ganz Nord­deutsch­land.

Ich betreute die Web­site als Chefredak­teur. Hier kon­nte ich frühzeit­ig ler­nen, was es heißt, mit der LeserIn­nen­schaft in einem engen Aus­tausch zu ste­hen, was heute als „Com­mu­ni­ty-Man­age­ment“ bekan­nt ist.

Die Seite wurde ca. 2004 eingestellt.

2002: Chefredakteur bei PlanetLan.de

Im April 2002 warb mich die Plan­et­Lan GmbH als freien Mitar­beit­er an. Sie betrieb damals eines der größten LAN-Szene-Por­tale in Deutsch­land.

Im Dezem­ber über­nahm ich als stel­lvertre­tender Chefredak­teur die Koor­di­na­tion der Redak­tion und war für die Inhalte ver­ant­wortlich. Ab Jan­u­ar 2003 war ich Chefredak­teur.

Mit Auf­nahme meines Studi­ums trat ich von der Posi­tion des Chefredak­teurs zurück, da die Arbeit meine ver­füg­bare Zeit deut­lich über­schritt.

Diese Seite wurde ca. 2005 eingestellt.


Studentenzeit

2003: Studierendenfernsehen Moritz TV

Im ersten Semes­ter stieg ich beim Studieren­den­fernse­hen „Moritz TV“ ein. Mein erster Beitrag zeigte Michael Moore bei sein­er ersten Deutsch­land-Tour. Viele weit­ere Beiträge fol­gten.

Schnell habe ich jedoch erkan­nt, dass gesellschaft­skri­tis­che Beiträge in Film­beiträ­gen schw­er zu fassen sind.

2004–2007: Studierendenmagazin „moritz“

Von Feb­ru­ar 2004 bis Anfang 2007 war ich dann beim Studieren­den­magazin „moritz“ aktiv. An dieses Urgestein der Greif­swalder Studieren­den­presse habe ich in dieser Zeit mein Herz ver­loren.

Mein Schw­er­punkt war dort die (Hochschul-)Politik. Im Mai 2004 veröf­fentlichte ich mein erstes Titelthe­ma. Das The­ma – Sub­ven­tions­be­trug rund um den Hafen­bau für ein Atom­mül­lzwis­chen­lager in Lub­min – sorgte über die Orts­gren­zen hin­weg für Auf­se­hen.

2004: Praktikum Greifswald TV

In den Semes­ter­fe­rien 2004 habe ich ein Prak­tikum beim Lokal-Fernsehsender Greif­swald TV absolviert und nochmals Redak­tions- und TV-Pro­duk­tion­ser­fahrun­gen sam­meln kön­nen.

2006: Workshop Filmproduktion

Im Rah­men dieses etwa hal­b­jähri­gen Work­shops kon­nte ich zusam­men mit 20 anderen Nach­wuch­sjour­nal­istIn­nen eine echte TV-Reportage erstellen – unter pro­fes­sioneller Anleitung, mit einem eige­nen vier­stel­li­gen Etat und einem Aus­land­saufen­thalt.

Das The­ma unseres Beitrags war „Prak­tikumsmiss­brauch in Frankre­ich“ oder „Gen­er­a­tion pré­caire“.

Ich habe die Rolle des Schnitts über­nom­men und dazu ein zwei­wöchiges Prak­tikum bei einem Schnittstu­dio in Berlin absolviert.

2007: Gründer und Chefredakteur des „webMoritz“

Schließlich grün­dete ich ein eigenes Online-Nachricht­en­por­tal für die Studieren­den und Ein­wohn­er der Stadt Greif­swald. Rasch gewann die Seite Redak­teurIn­nen, Unter­stützerIn­nen und tausende treue LeserIn­nen.

Da der (offizielle) Onlin­eauftritt der stu­den­tis­chen Medi­en nicht fer­tig wurde, kaufte das Studieren­den­par­la­ment schließlich mein Por­tal auf und stellte mich als Chefredak­teur ein. Die Seite ist bis heute sehr aktiv.

Das Pro­jekt hat mich rund zwei Jahre beschäftigt und war für mich das bish­er größte, arbeitsin­ten­sivste, aber auch erfol­gre­ich­ste und erfül­lend­ste Pro­jekt.

Leseproben:

2008: SH:Z Verlag versetzt Lokalleiter nach kritischem Report

Neben meinem Onlinepor­tal habe ich einige Zeit auch als Freier Mitar­beit­er für die Ost­see-Zeitung gear­beit­et.

Ich merk­te jedoch schnell, dass die Zeitung eine sehr ein­seit­ige Berichter­stat­tung lieferte. Der Lokalleit­er saß seit über 28 Jahren in Greif­swald, seit 14 Jahren als Leit­er der Redak­tion.

Während mein­er Arbeit für die OZ kam ich mit vie­len oppo­si­tionellen Lokalpoli­tik­ern in Kon­takt, die mir ihr Leid mit dem „schwarzen Blatt“ kund­tat­en.

Daher entsch­ied ich mich, eine kri­tis­che Schrift über die Lokalredak­tion und ihren Chefredak­teur zu ver­fassen. Diese sorgte für Aufmerk­samkeit u. a. beim Deutsch­land­funk und Neuen Deutsch­land. Auch das NDR-Medi­en­magazin „ZAPP“ regte der Artikel zu einem Beitrag und Inter­view mit mir an.

Auch wegen ander­er Fehlgriffe wurde der Lokalleit­er ein halbes Jahr später nach Stral­sund „straf­ver­set­zt“ und zum ein­fachen Redak­teur „degradiert“.

2008: Arbeit bei Stern.de

Als Mit­glied des Net­zw­erks Junge Jour­nal­is­ten war ich beim Aus­tauschtr­e­f­fen im Som­mer 2008 dabei. Beim Besuch der Stern.de-Redaktion erzählte ich dem Chefredak­teur vom web­Moritz-Pro­jekt, der mich daraufhin in die Redak­tion ein­lud.

In den Semes­ter­fe­rien nahm ich mir dafür Zeit. Und für meinen ersten Stern.de-Aufmacher.

Lei­der hat­te ich damals wegen mein­er Tätigkeit als web­Moritz-Chefredak­teur und meinem Studi­um zeitlich nicht die Möglichkeit, dort weit­erzuar­beit­en, was mir ange­boten wurde.


Arbeitsleben

Seit 2010: Freie Tätigkeit

Noch vor dem Ende meines Studi­ums begann ich in Berlin im Bere­ich PR / Pub­lic Affairs zu arbeit­en. Neben­bei war ich jedoch auch als freier Autor aktiv.

Ich veröf­fentlichte Artikel unter anderem bei „jetzt.de“, „ben­to“, dem Mag­a­zin „Weave“, der SPD-Mit­gliederzeitung „Vor­wärts“ und etliche Artikel für die Web­site der Fach­stelle für Inter­na­tionale Jugen­dar­beit der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land.

Eben­falls schrieb ich jew­eils ein Kapi­tel für die Büch­er „Front Deutsch­er Äpfel – Das Buch zur Bewe­gung“ und „Das Zukun­fts­man­i­fest“.

Teilnahme an Konferenzen / Weiterbildungen

  • „Zweit­er inter­na­tionaler“ & „17. nationaler Jugend Presse Kongress“ (jew­eils Koblenz 1999 – Stiftung für poli­tis­che und christliche Jugend­bil­dung e. V.)
  • „Jugend Medi­en Forum“ (Expo Han­nover – 2000)
  • Work­shop für Junge Zeitungs­mach­er (Kiel 2000 – Her­man Ehlers Akademie)
  • Kon­gresse „Jugendme­di­en­t­age“ (Schw­erin 2002; München 2004; Ham­burg 2005; Berlin­er Reich­stag 2006; Mainz 2008 – Jugend­presse Deutsch­land e. V.)
  • Youth Media Con­ven­tion (Kiel–Oslo 2005 – Jugend­presse)
  • Foto­sem­i­nar „Exper­i­mentelle Fotografie“ (Her­man­sha­gen 2005 – JMMV)
  • Diverse Weit­er­bil­dungs-Woch­enen­den mit der Redak­tion des „moritz“
  • Jahreskon­ferenz des Net­zw­erk Recherche e. V. (Ham­burg 2005)
  • Webredak­tion „Poli­tik Orange“ (Pro­ra 2006 – JMMV)
  • Diverse re:publica-Konferenzen